Eine Überraschung für mich sind die Expertise, die das Verantwortungsbewusstsein und der Teamgeist
11. 03. 2026
100 Tage sind vergangen, seitdem der neue Geschäftsführer Miha Lesar die Führung von Epilog und somit die Verantwortung für die wesentlichen Entscheidungen, die Ausrichtung und unsere Organisationskultur übernommen hat.
In der Geschäftswelt ist dieser Zeitraum oft wegweisend, denn es ist für den Führenden lang genug, um die internen Prozesse kennenzulernen, die ersten strategischen Züge zu ziehen und die Vision der zukünftigen Entwicklung zu skizzieren. Zugleich ist er kurz genug, um den frischen Blick von außen beizubehalten. Deshalb fragten wir ihn im Gespräch nach seinen ersten Eindrücken sowie den wichtigsten Herausforderungen und Plänen, die unseren zukünftigen Weg bestimmen werden.
Wie würden Sie die ersten 100 Tage Ihrer Unternehmensführung mit drei Worten beschreiben?
Menschen. Klarheit. Vertrauen.
Wovon werden Sie in der Rolle des Geschäftsführers eines Technologieunternehmens motiviert?
Ich werde vom Aufbau einer stabilen, professionellen Organisation, die den Mitarbeitenden persönliches Wachstum und eine hochwertige Umsetzung der Projekte ermöglicht, motiviert. Eine Besonderheit sehe ich in der Mitwirkung von Epilog bei globalen Initiativen der KNAPP-Gruppe und komplexen Logistikprojekten, bei denen wir unsere Kompetenzen entwickeln, zum Erfolg der gesamten Gruppe beitragen und mithelfen können, internationale Bekanntheit zu fördern.
Welche Werte sind Ihr Kompass bei der Führung und beim Entscheidungsprozess?
Integrität, Verantwortungsbewusstsein, Beständigkeit und Fachkompetenz. Der Geschäftsführer ist der Erste unter Gleichen. Nur durch transparente Vorgehensweisen, dem Einhalten von Vereinbarungen, klaren Maßstäben und Leitlinien und zugleich einem hohen Maß an Fachkompetenz lässt sich das Vertrauen des Teams gewinnen und somit das erste Fundament für ein erfolgreiches Unternehmen legen.
Wovon wurden Sie am positivsten überrascht?
Am meisten wurde ich von der Fachkompetenz des Teams, dem hohen Verantwortungsbewusstsein und der Bereitschaft zur Teamarbeit überrascht. Eine angenehme Überraschung war zudem die ausgeprägte Unterstützung der Muttergesellschaft, die von einem klaren Wunsch nach einer langfristigen Einbeziehung von Epilog in die weitere Organisationsvision und Strategie zeugt.
Wie sehen Sie als neues Mitglied des Führungsteams die Kultur von Epilog?
Die Kultur ist professionell, offen und direkt, wodurch sich Herausforderungen und Gelegenheiten schnell erkennen lassen. Zugleich haben wir erkannt, dass Strukturen und Normen, die eine langfristige Stabilität und Standfestigkeit der Organisation sicherstellen, etwas deutlicher aufgestellt werden müssen.
Wie ändert sich der Bedarf des Markts und wie reagieren wir bei Epilog darauf?
Der Markt verlangt eine bessere End-to-End-Sichtbarkeit und Anpassungsfähigkeit von Prozessen für eine schnellere Reaktionsfähigkeit bei Marktveränderungen. Zugleich wird aufgrund der enormen Menge verfügbarer Daten eine optimalere Planung erwartet. Digitale Zwillinge und Simulationen sind häufig eine Voraussetzung für Investitionsentscheidungen. Und nicht zuletzt ist die KI nicht mehr lediglich ein Werkzeug, sondern ein „operativer Mitarbeiter“. Unsere Antwort ist eine exzellente Kenntnis der Prozesse, eine verantwortungsvolle Nutzung neuer Technologien sowie ein Risikomanagement mit dem Ziel, hochwertige Produkte zu liefern. Daher liegt die Aufgabe eines erfolgreichen innovativen technologischen Entwicklungsunternehmens heutzutage nicht ausschließlich darin, Logistiktechnologie zu entwickeln, sondern dank datengesteuerten, intelligenten und autonomen Lösungen den Weg der Logistikentwicklung aktiv zu weisen und Fundamente für stärker verknüpfte, handlungs- und widerstandsfähigere Versorgungsketten zu schaffen.
Was ist Ihre Vision für die Entwicklung von Epilog? Wo sehen Sie den größten strategischen Umschwung?
Der strategische Umbruch ist klar: Wir binden Epilog in die weitere Vision von KNAPP ein und bauen ein Team sowie ein Umfeld, die sich zu einer Referenz für Wissen, Professionalität und Zusammenarbeit entwickeln. Wir möchten ein wichtiger Entwicklungspartner der Gruppe werden. Hervorgehend aus einem einst selbständig auf dem Markt agierenden Unternehmen suchen wir nun Synergien mit dem Mutterunternehmen und anderen Betrieben und entwickeln in Zusammenarbeit mit diesen für die Zukunft konzipierte Lösungen.
Wie können wir handlungsfähig und innovativ bleiben und zugleich die Stabilität eines großen Systems nutzen?
Wir bleiben dank eines schnellen Entscheidungsprozesses, direkter Kommunikation und klar aufgestellten Verantwortlichkeiten handlungsfähig. Und die Stabilität des großen Systems können wir bei der Standardisierung, dem Organisationsmanagement und der langfristigen Strategie nutzen, was uns eine Balance zwischen Flexibilität und Zuverlässigkeit garantiert.
Welche ist die größte Veränderung, die Sie im ersten Jahr umsetzen möchten?
Wir konzentrieren uns auf die Schaffung von klaren Prozessen, stabilen Organisationsstrukturen und einer besser aufeinander abgestimmten Tätigkeit der Teams, nicht nur innerhalb des Unternehmens, sondern auch auf der Ebene KNAPP – Epilog. Als ein ausgeprägt entwicklungsorientiertes Unternehmen binden wir intensiv neue Technologien in unsere Pläne und Tätigkeiten ein. Wir sind uns der globalen Trends und deren Einflüsse bewusst, daher möchten wir diese Änderungen durchdacht und hochwertig, jedoch zügig genug, um konkurrenzfähig zu bleiben, in unsere Prozesse einbeziehen.
Was möchten Sie den Mitarbeitenden, Kunden und Partnern in der Gruppe mit auf den Weg geben?
Den Mitarbeitenden, dass wir weiterhin eine auf einem hohen gegenseitigen Vertrauen, Fachkompetenz, klaren Zielen und Verantwortlichkeit basierende Organisation aufbauen werden. Wir wünschen uns nach wie vor ein Umfeld, in dem die Teams klare Erwartungen, Unterstützung und exzellente Voraussetzungen für eine effiziente Arbeit vorfinden. Und allen Geschäftspartnern, dass Epilog ein zuverlässiger Gesprächspartner bleibt, der bei seiner Tätigkeit hohe Normen befolgt und seine Arbeit verantwortungsvoll angeht.
Miha Lesar, Geschäftsführer, Epilog, d.o.o.